«Wir machen doch Backups.» Diesen Satz höre ich oft, meist kurz bevor sich herausstellt, dass die Sicherung unvollständig, veraltet oder gar nicht auffindbar ist. Eine Sicherung ist kein Selbstzweck. Was zählt, ist der Moment, in dem du sie brauchst, und dann muss die Wiederherstellung funktionieren.
Datenbank und Dateien gehören zusammen
Eine WordPress-Website besteht aus zwei Teilen: der Datenbank mit Texten, Einstellungen und Bestellungen und den Dateien mit Bildern, Themes und Plugins. Wer nur einen Teil sichert, hat im Ernstfall ein Puzzle mit fehlenden Stücken. Ich sichere deshalb jede Woche beides zusammen, als Komplettsicherung, sonntags in der Nacht.
Mehrere Stände statt nur einem
Wird eine Website unbemerkt manipuliert, steckt der fremde Code womöglich schon in der letzten Sicherung. Darum reicht ein einziger Stand nicht. Ich bewahre die letzten 4 Wochenstände und zusätzlich 3 Monatsstände auf. So lässt sich auch ein Zustand von vor einigen Wochen zurückholen.
Vor dem Zurückspielen: erst den Ist-Zustand sichern
Eine Wiederherstellung überschreibt den aktuellen Stand. Wer dabei vorschnell handelt, verliert unter Umständen Daten, die seit der Sicherung dazugekommen sind. Bei mir wird vor jeder Wiederherstellung automatisch eine Sicherheitskopie des aktuellen Stands gezogen. Danach geht das Zurückspielen per Klick.
Frag deinen Anbieter
Wenn du wissen möchtest, wie gut deine Website geschützt ist, stell deinem Anbieter drei einfache Fragen: Was genau wird gesichert? Wie viele Stände werden wie lange aufbewahrt? Und wann wurde zum letzten Mal eine Wiederherstellung durchgeführt? Klare Antworten sind ein gutes Zeichen.

