Die unangenehmste Art, von einem Ausfall zu erfahren, ist die Mail eines Kunden: «Die Website geht nicht.» Bis dahin ist oft viel Zeit vergangen. Eine Erreichbarkeits-Wache dreht das um: Die Wache bemerkt den Ausfall, bevor es jemand anderes tut.
Was genau geprüft wird
Die Wache auf meinem Server ruft jede Website alle 2 Minuten auf. Dabei prüft sie, ob die verschlüsselte HTTPS-Verbindung zustande kommt, ob die Website mit einem gültigen Status antwortet und wie lange die Antwort dauert. Diese Werte landen in einem Verlauf, der im Panel für die letzten 30 Tage sichtbar ist.
Warum erst nach drei Fehlversuchen Alarm
Ein einzelner Aussetzer kann eine harmlose Ursache haben, etwa eine kurze Störung im Netz. Damit ein Alarm wirklich etwas bedeutet, schlägt die Wache erst nach 3 Fehlversuchen in Folge an, also nach rund 6 Minuten. Dann erhalte ich eine E-Mail und suche die Ursache. Ist die Website wieder erreichbar, folgt automatisch die Entwarnung mit der Dauer des Ausfalls.
Zertifikate und Server im Blick
Nicht jeder Ausfall kommt plötzlich. Ein abgelaufenes Zertifikat oder ein voller Speicher kündigen sich an. Ein zweiter Monitor prüft darum alle 5 Minuten Speicher, Arbeitsspeicher, Last und Zertifikate und warnt 14 Tage, bevor ein Zertifikat abläuft. Die Zertifikate von Let’s Encrypt erneuern sich zwar automatisch, die Warnung ist das Sicherheitsnetz, falls das einmal nicht klappt.
Was eine Wache nicht kann
Eine Wache bemerkt Probleme, lösen kann sie sie nicht. Dafür braucht es einen Menschen. Ich bin berufstätig, habe ein Privatleben und bin keine 24-Stunden-Hotline. Die Wache sorgt dafür, dass ich es in Minuten weiss und nicht erst Tage später – und mit meinem KI-Assistenten ist die Ursache meist schnell gefunden und behoben.

