Semana Santa in Comayagua: Teppiche aus Sägemehl

Sägemehlteppiche in Comayagua

Comayagua war bis 1880 die Hauptstadt von Honduras, und das sieht man bis heute: weisse Kirchen, Arkaden und eine Plaza, auf der abends die halbe Stadt zusammenkommt. Am eindrücklichsten ist ein Besuch in der Karwoche, der Semana Santa.

Eine Nacht für die Alfombras

Am Gründonnerstag beginnen Familien, Schulklassen und Nachbarschaften mit ihren Alfombras: Teppichen aus gefärbtem Sägemehl, Blüten, Reis und Salz. Mit Schablonen entstehen über Stunden Heiligenbilder, Ornamente und Szenen aus der Passion. Am Karfreitag zieht die Prozession darüber hinweg, und von den Kunstwerken bleibt nur bunter Staub. Genau das gehört dazu.

Die Kathedrale und ihre Uhr

Die Kathedrale an der Plaza Central beherbergt eine Turmuhr, die als eine der ältesten noch laufenden Uhren der Welt gilt. Sie stammt aus Spanien und schlägt seit dem 17. Jahrhundert in Comayagua. Der Blick vom Glockenturm über die Dächer lohnt sich.

Was in der Karwoche auf den Tisch kommt

In der Semana Santa verzichten viele Familien auf Fleisch. Dafür gibt es getrockneten Fisch, Suppen und Süsses wie Torrejas: in Ei ausgebackenes Brot, das in Zuckersirup mit Zimt und Nelken getränkt wird. Am besten probierst du sie bei einer Familie, die dich auf einen Kaffee hereinbittet.

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